Junge Politiker diskutieren über Jugend und Alkohol
Der im April neu gewählte Kreisvorstand der Jungen Union Main-Taunus hat sich gestern zu einer ersten Klausurtagung im Bürgerhaus in Kriftel zusammengefunden.
Aus Kriftel berichten Sebastian Brekner und Frederic Schneider
Ebenfalls eingeladen waren der CDU Vorsitzende des Main-Taunus-Kreises (MTK), Axel Wintermeyer, der ein Teil des MTK im Landtag vertritt, sowie die Vorstände der Ortsverbände. Für Eschborn waren der Vorsitzende Christian Herkströter, Sebastian Brekner (Schatzmeister) und Frederic Schneider dabei.
Zu Beginn des Mittages stand ein Kennenlernen an. Zuletzt wurde der Kreisvorstand neu gewählt, außerdem gab es einige Veränderungen in den Ortsverbänden, sodass der Kreisvorsitzende Christian Poth eine Vorstellrunde vorschlug. Danach konzentrierten sich die JU-Mitglieder auf das derzeitige Top-Thema im Kreisverband: Jugend und Alkohol.
Wintermeyer: "Jugendschutzgesetz muss konsequenter umgesetzt werden"
Das Thema ist durch den Fall eines Jugendlichen in Berlin ("Komasaufen") wieder in das Bewusstsein der Öffentlichkeit gerückt. Axel Wintermeyer führte als Referent in das Thema ein: Er stellte bereits bestehende Initiativen der Landesregierung und der Kommunen vor. Außerdem legte er mit seiner differenzierten Meinung den Grundstein zu einer interessanten Diskussion.

Landtagsabgeordneter Wintermeyer referiert über "Jugend und Alkohol".
Man sollte sich als freiheitlicher Staat bewusst sein, dass man nicht in jedes Detail der Lebensführung der Menschen eingreifen könne, entgegnete Wintermeyer auf den Vorschlag, analog zu Zigarettenschachteln ebenfalls auf spirituosenhatligen Getränken Warnhinweise anzubringen. Die Konsumenten würden davon nur sehr gering beeinflusst. Positiv stand er der Forderung gegenüber, das Jugendschutzgesetz konsequenter umzusetzen. Gaststätten und Supermärkte müssten stärker zur Verantwortung gezogen werden.
Eschborn bevorzugt eine Ausweiskontrolle
Eine obligatorische Ausweiskontrolle bei Herausgabe alkoholischer Getränke, wie z. B. in den USA, sei ein durchaus angebrachter Schritt, so Wintermeyer. Die JU Eschborn sprach sich vor allem für diese Option aus.

Gespannt hören die jungen Politiker zu.
Lukas Schless, der Initiator aus den Reihen der JU, stellte den Anwesenden anschließend den Antrag des Kreisverbandes anlässlich des zweitägigen Landestages der JU in zwei Wochen in Gelnhausen vor, der sowohl eine konsequentere Umsetzung des Jugendschutzgesetzes als auch eine Kennzeichnungspflicht für spirituosenhaltige Getränke fordert. Ob man sich letztendlich auf den genauen Wortlaut einigen könne, sei zweitrangig. Wichtig sei jedoch, dass man das Problem in das öffentliche Bewusstsein rücke.
Der Genuss von Alkohol muss im Rahmen bleiben
Es könne nicht sein, dass Jugendliche im Alter von 12 bis 16 Jahren immer früher mit Alkohol in Berührung kämen. Es spräche nichts gegen einen verantwortungsvollen Genuss von Alkohol. Der übermäßige Konsum bei einigen Jugendlichen gebe jedoch berechtigter Maßen Anlass zur Diskussion, sagte Schless, selbst Winzer.
Die jungen Politiker waren sich abschließend einig, das Thema in ihrer inhaltlichen Arbeit im kommenden Jahr weiter zu verfolgen, um gesellschaftliche und politische Lösungen aufzeigen zu können, die weder den Staat zum Vormund des einzelnen Bürgers machen, noch die Heranwachsenden in der Gesellschaft unnötigen Gefahren aussetzen.
Speckhardt-Wiederwahl sei für Eschborn wichtig
Der Vorsitzende der JU Eschborn, Herkströter, erzählte von den Plänen des Ortsverbandes für das kommende Jahr. Wichtig für Eschborn sei vor allem die Bürgermeisterwahl am 2. September, bei der Wilhelm Speckhardt von den Bürgern im Amt bestätigt werden soll. Im November bzw. Dezember sei außerdem wieder der "Westerbach-Cup" geplant, ein Fußball-Turnier, das einmal im Jahr in Niederhöchstadt veranstaltet wird. Auch in diesem Jahr wird der Erlös wieder gespendet - im vergangenen Jahr gingen 325,75 Euro an die Villa Luce.
Veröffentlicht am Sonntag, 13. Mai 2007 von Sebastian Brekner.
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