JU gegen Alkoholverbot auf Eschborns Plätzen und für Alternativen

Die Junge Union Eschborn spricht sich gegen das von der Fraktion der Grünen ins Gespräch gebrachte Alkoholverbot auf öffentlichen Plätzen in Eschborn aus.
Die nächtlichen Ruhestörungen vor allem im Gebiet um den Montgeronplatz in Niederhöchstadt sind unzweifelhaft eine Belastung für die Anwohner. Ihnen allerdings mit Verboten zu begegnen, die zum einen lediglich Symptome beseitigen und zum anderen eine umfassende Freiheitsbeschränkung für die restliche Gesellschaft bedeuteten, ist nicht Ziel führend. Daher fordern wir die Stadtverordnetenversammlung auf, dem Antrag der Grünen nicht zuzustimmen.
Die in der Stadtverordnetenversammlung nächsten Montag zur Entscheidung vorliegenden Prüfantrag genannten Beispiele wie die Universitätsstädte Kassel oder Marburg, die durch Alkoholverbote vor allem eskalierender körperlicher Gewalt auf ihren Partymeilen vorbeugen, sind keineswegs mit einem Stadtteil wie Niederhöchstadt zu vergleichen. Vielmehr sollte man sich die Frage stellen, weshalb es Teile der Eschborner Jugend offenbar vorziehen, sich abends dort aufzuhalten.
Als Lösungsansatz ist einerseits die jüngst verstärkte aufsuchende Jugendarbeit der Stadt eine wichtige Maßnahme um Jugendlichen Halt und Orientierung zu geben, andererseits fehlt es auch schlicht an Alternativen für Heranwachsende und junge Erwachsene sich abends in Eschborn gesellschaftlich zu unterhalten, ohne dabei in berechtigte Interessenkonflikte mit Anwohnern zu geraten.
Der von uns initiierte Antrag der CDU zur Errichtung eines Grillplatzes sowie eines Aufenthaltsraumes im Camp-Phönix-Park (Grillhütte) soll diese Lücke ein Stück weit schließen. Diese auch bei schlechtem Wetter nutzbare Einrichtung soll von allen Bürgern bei der Stadt angemietet werden können und wird durch ihre Lage die Nachtruhe anderer nicht mehr berühren.
"Wir hoffen, dass der Antrag am nächsten Montag in der Stadtverordnetensammlung eine Mehrheit findet und endlich Lösungen für die Belange der Eschborner Jugend gefunden werden anstatt durch überzogene Handhabe polizeilicher Verordnungen die Freiheit aller einzuschränken", so der Vorsitzende Frederic Schneider.
Was die Grünen in ihrer Auflistung der positiven Beispiele des Alkoholverbots im Übrigen übersehen zu haben scheinen, ist der Fall Freiburg, wo letztes Jahr das erste Alkoholverbot in Deutschland vom Verwaltungsgerichtshof Baden-Württemberg bereits als unverhältnismäßig gekippt wurde.
Veröffentlicht am Dienstag, 14. September 2010 von Frederic Schneider.
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