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Junge Union beschließt Papier zur Kommunalwahl am 27. März

Foto: Frederic Schneider
Mit einer außerordentlichen Mitgliederversammlung am 12. März hat die Junge Union Eschborn den Startschuss für die heiße Phase des Wahlkampfes gegeben.

Im Niederhöchstädter Bürgerzentrum beschlossen die Mitglieder des CDU-Nachwuchses einstimmig ein Papier mit dem Titel "Unser junges Eschborn – unsere Zukunft", das einige beispielhafte Projekte benennt:

  • IT-Breitbandausbau (Ausbau der Internet-Versorgung), eines der zentralen Infrastrukturprojekte, für das sich die Junge Union Eschborn bereits intensiv seit Anfang 2009 einsetzt.
  • Zügige sowie barrierefreie Modernisierungen der Bahnhöfe in Eschborn-Mitte und Niederhöchstadt.
  • Neuer Standort sowie eine neue Konzeption in Zusammenarbeit mit den sozialen Gruppen des Jugendzentrums, um einen Treffpunkt für Eschborner Jugendliche zu etablieren.
  • Unterstützung für den Neubau der Musikschule Taunus und die Einrichtung eines Proberaumes für Jugendliche.
  • Familienfreundliche Öffnungszeiten der Behörden, etwa an einem Abend wochentags oder einem Samstagvormittag.
  • Verantwortung in der Region wahrnehmen: Neben der kulturellen Förderung schlägt die Junge Union ein von der Stadt Eschborn sowie ggf. von ortsansässigen Unternehmen finanzierten Lehrstuhl an der Universität Frankfurt zum Thema "Neue Medien" vor, um einen wesentlichen Beitrag für die Wissenschaft in einem Zukunftssektor zu leisten und gleichzeitig im Interesse der ansässigen Wirtschaft dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken.

"Mit diesen Punkten zeigen wir auf, wo sich die bereits sehr gut positionierte Stadt noch verbessern kann", so Frederic Schneider, Vorsitzender der Jungen Union Eschborn. "Am 27. März entscheiden die Bürgerinnen und Bürger über die Zukunft ihrer Heimat für die nächsten fünf Jahre, es ist daher auch eine Wahl, die vor Ort mit Themen gewonnen muss, die die Wähler direkt betreffen." Vorgestellt wurden die Inhalte vom Stadtverordneten Markus von Sternheim.

Acht junge Kandidaten auf der CDU-Liste am 27. März

Mit gleich acht Kandidaten auf der Liste der CDU in Eschborn sieht sich die Junge Union Eschborn gut vertreten. "Bereits heute sind ein Drittel der CDU-Fraktion auch Mitglieder der Jungen Union, was uns auch geholfen hat, Projekte wie die Grillhütte mit Grillplatz, das Thema IT-Breitbandausbau sowie den Neubau einer Sporthalle für die Heinrich-von-Kleist Schule auf die Agenda der Stadtpolitik zu setzen", so Frederic Schneider.

Aus dem aktuellen JU-Vorstand kandidieren mit Frederic Schneider (22) sowie Sebastian Brekner (23) der Vorsitzende und der stellv. Vorsitzende. Auch die weiteren Kandidaten hatten bereits Funktionen in der Jungen Union Eschborn inne. "In einem am 14. März am Bahnhof Niederhöchstadt sowie in den nächsten Tagen im Stadtgebiet zu verteilenden Informations-Flyer werden wir unsere wichtigsten Punkte sowie unsere acht jungen Kandidaten der CDU den Wählerinnen und Wählern empfehlen und hoffen, am 27. März das Vertrauen in junge Ideen zu bekommen, damit Eschborn vorn bleibt!", sagt Frederic Schneider hoffnungsvoll.

Geleitet wurde die Versammlung vom Landtagsabgeordneten Christian Heinz, der die Junge Union Eschborn ausdrücklich dafür lobte, so kurz vor der Wahl eine inhaltliche Veranstaltung auf die Beine zu stellen. Ehrengäste waren, neben den Diskussionsteilnehmern, unter anderem der JU-Kreisvorsitzende Jens Fleck aus Hofheim sowie der Krifteler JU-Vorsitzende Alexander Haas.

Podiumsgespräch "Jugend in Eschborn"

Zur Vertiefung des inhaltlichen Papiers veranstaltete die Junge Union Eschborn ein Podiumsgespräch zum Thema "Jugend in Eschborn", die Teilnehmer der von Sebastian Brekner moderierten Diskussion waren:

Gemeinsame Anstrengungen für einen Ausbau des IT-Breitbandnetzes

Eines der heiß diskutierten Themen war der IT-Breitbandausbau. Bürgermeister Speckhardt verwies darauf, dass Eschborn zwar im Breitbandatlas der Bundesregierung weit vorne stehe, dies in der Wahrheit aber auf die Gewerbegebiete und einige Bezirke der Stadt beschränkt sei. Schnelle Internet-Verbindungen seien vor allem für Unternehmen eine der wesentlichen Standortfaktoren, sich in Eschborn anzusiedeln. Ebenso könne es ein Hindernis für Neubürger sein, nach Eschborn zu ziehen, wenn hier nur langsame Verbindungen angeboten werden.

Foto: Frederic Schneider
Bürgermeister Wilhelm Speckhardt, im Hintergrund Gesprächsleiter Sebastian Brekner

Landratskandidat Cyriax sowie Thomas Mann MdEP warben für gemeinsame Lösungen der Kommunen. Michael Cyriax wies darauf hin, dass der Ausbau des IT-Breitbandnetzes zwar keine Aufgabe von Stadt und Kreis sei, aber alleine aus der Verantwortung für die Zukunft der Region sie zumindest vermittelnd tätig werden müssten. Auch könnten bei gemeinsamen Projekten mehrerer Städte Kosten gesenkt werden. Cyriax würde sich freuen, wenn Eschborn eine Vorreiterrolle übernehmen würde. In der Stadtverordnetenversammlung im Dezember hatte die CDU- / FDP-Koalition auf JU-Vorschlag einen Antrag zum Ausbau des IT-Breitbandnetzes in Eschborn eingebracht, der einstimmig beschlossen wurde.

Ausbau von Angeboten im gymnasialen Schulbereich

Beim Thema Schule äußerte sich Michael Cyriax zum geplanten Bau einer weiteren Sporthalle für die Heinrich-von-Kleist Schule. Dieses Projekt stehe bereits im Investitionsplan des Kreises. Des Weiteren sei aber auch wichtig, wie die Menschen in den Schulen arbeiten und ob ein positives Klima herrsche. Für die Zukunft müsse zudem überlegt werden, ob für die gymnasialen Plätze weitere Angebote geschaffen werden müssten.

Foto: Frederic Schneider
Europaabgeordneter Thomas Mann aus Schwalbach

In Puncto Demographie verwies Speckhardt darauf, dass Eschborn in einer Studie der Bertelsmann-Stiftung zu den fünf besten Standorten in Deutschland gehöre und die Probleme, wie etwa in Nordhessen, wo Schulen geschlossen werden sollen, hier erst einmal nicht zu erwarten seien. Thomas Mann regte an, anstatt Schulen aufgrund geringer Schülerzahlen schließen zu wollen, sich eher darüber zu freuen, dass dadurch die Klassengrößen sinken und mehr Zeit für die Förderung einzelner Schüler zur Verfügung stehe.

Ausbildungsmesse in Eschborn

Ein zentrales Thema des Podiumsgespräches war zudem, jungen Menschen eine Perspektive im Berufsleben aufzuzeigen. Markus Depping verwies auf eine Ausbildungsmesse in Zusammenarbeit mit der Stadt Eschborn, die Schulabgänger verschiedene Möglichkeiten in der Region vorstellen solle. Hier habe die IHG bereits sehr gute Erfahrungen gemacht. Dabei gehe es darum, nicht nur für Studienplätze zu werben, sondern auch für handwerkliche Berufe oder das Erlernen sozialer Kompetenzen unter jungen Menschen Interesse zu erwecken.

Veröffentlicht am Sonntag, 13. März 2011 von Frederic Schneider.
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